Wir von LiSA, der Liste der StudiengangsAktiven haben ebenfalls die Möglichkeit genutzt, uns über die drei Kandidaten zu informieren und haben mit nicht wenigen unserer Kommiliton_innen, aber auch Mitarbeiter_innen und Professor_innen an der Uni gesprochen, um uns von Ihnen einen Eindruck zu verschaffen.
Bei allen dreien geht es letztendlich nur darum, die Universität im Wettbewerb einer Wissenschaftsbranche als Gewinnerin zu etablieren und dafür das universitäre Handeln am wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Mainstream auszurichten. Kurz: Es geht um die Vorstellung der Uni als Unternehmen!
Unter der Verwirklichung dieser Ziele fallen zum Beispiel:
die enge Anbindung an wirtschaftliche Interessen
das Betreiben von Rüstungsforschung
die engstirnige Verteidigung der Affenversuche
die Exzellenzinitiative
die Konzentration auf Forschung und die Vernachlässigung der Lehre unter anderem unter dem Label Bachelor und Master
Uns ist bewusst, dass wir als Studierende – trotzdem wir die größte Statusgruppe an dieser Universität stellen – bei solch zukunftsweisenden Entscheidungen nicht von Belang sind.
Wir werden nich gefragt, ob wir den auf Selektion ausgerichteten Weg, den die Uni eingeschlagen hat und den sie auch weiter gehen wird, überhaupt befürworten oder nicht.
Wir gehen nicht davon aus als kritische Studierende hier, im Akademischen Senat (AS), in unseren Positionen und Anliegen ernst genommen zu werden – oder mit unserer Stimme Einfluss auf die heutige Wahl des Rektors zu haben.